Hanf
Hanf ist die älteste heimische Kulturpflanze und wird bis zu 4,0 m hoch. Die Pflanze ist sehr anspruchslos an die Böden, schnellwachsend und benötigt keine Düngung sowie wegen der pflanzeneigenen Bitterstoffe auch keinen Schädlingsschutz. Flammschutz sollte statt Borsalz mit Ammoniumpolyphosphat oder Soda erfolgen.
Die Hanfdämmplatte ist für den Wand-, Decken- und Dachbereich geeignet und kann mit einer Tischkreissäge oder ähnlichem geschnitten werden. Die Platten werden in die Konstruktion eingeklemmt. Hanfdämmung bringt guten sommerlichen Überwärmungs- Schallschutz und sehr gute Dämmwerte.

Wiesengras ist auch weit verbreitet und damit ein regionaler, nachwachsender Rohstoff.
Flachs wird in der heimischen Landwirtschaft angebaut und benötigt kaum bis keinen Dünger. Bei der Erzeugung werden die Flachsfasern mit natürlichem Stärkekleber zu Platten verbunden. Der Energiebedarf bei der Herstellung ist gering, die Montage einfach und das Material kann wiederverwendet werden.
Baumwoll-Dämmplatten bestehen zu 97% aus reiner Baumwolle und 3% Borsalz.
Zellulosedämmung wird aus zerfaserten Altpapier (Zeitungen) unter bisheriger Zugabe von Borsalz, zukünftig Ammoniumpolyphosphat, als Brand- und Schimmelschutz Rindenharze hergestellt. Es entstehen daraus die mit konventionellen Dämmstoffen konkurrenzfähige Einblaswolle oder Dämmplatten. Mit dem Feuchtesprühverfahren kann offen auf lotrechte Wände und vor Ort eine plattenförmige, steife Dämmschicht aufgetragen werden (z.B. Innendämmung).
Aus Fichten oder Kiefern werden langfaserige Holzwolle gefräst und mit baubiologisch günstigem Magnesit zu Platten gepresst.
Holzfaserdämmstoffe werden aus zerfaserten Resthölzern der Sägewerke erzeugt. Im baubiologisch günstigerem Nassverfahren mit ca. 200°C heißem Dampf findet eine Zerfaserung der Resthölzer statt und der holzeigene Kleber Lignin wird aktiviert. Dieses weist allerdings einen größeren Primärenergiebedarf auf. Der Faserbrei wird gesiebt, die Fasern zu Vlies verarbeitet, gepresst und getrocknet. Für Feuchtebereiche werden die Holzfaserplatten mit Wachsen hydrophobiert.
Holzspanplatten werden aus kleinteiligen Holzpartikeln, Portlandzement als Bindemittel, Wasser und Zuschlagstoffen hergestellt.
Wärmedämmung dient zum Schutz bzw. zur Reduktion des Durchganges von Wärmeenergie durch die Gebäudehülle.