Blähglimmer
Blähglimmer ist ein durch Verwitterung entstandenes Mineral. Zwischen den Schichten seiner Blättchenstruktur ist Kristallwasser chemisch gebunden. Durch kurzes Erhitzen wird das Wasser schockartig ausgetrieben, wobei das Ursprungsmaterial auf das 10- bis 35-fache seines Volumens aufgebläht wird. Blähglimmer ist vorwiegend als Granulat, teilweise jedoch auch als Platten erhältlich.
Der Dämmstoff besitzt gute wärme- und schalldämmende Eigenschaften, ist feuchtigkeitsregulierend und unbrennbar.

Blähförmiger Ton wird im Drehofen bei 1200°C zu Kügelchen gebrannt.
Lehm zählt zu den bauphysikalisch und baubiologisch interessantesten Baustoffen.
Mineralische Rohstoffe sind Minerale und Mineralgemische, die im Laufe der Erdgeschichte durch geologische Prozesse entstanden und sich in geologischen Zeiträumen von Millionen von Jahren erneuern. Sie werden in bergbaulichen Betrieben, Fördereinrichtungen oder Hüttenwerken gewonnen.
Seegras (Posidonia oceanica) wird im Herbst, Winter und Frühling an Mittelmeerstränden als Seegraskugeln (Neptunbälle, Meerbälle) in großen Mengen angeschwemmt. Es ist in der Regel ein Abfallprodukt und wird auf Deponien entsorgt.
Stroh ist in großen Mengen verfügbar. Stroh wird auf ca. 240°C erhitzt, dadurch werden eigene Harze aktiviert. Danach werden unter hohem Druck Platten gepresst.
Schilf zur Wärmedämmung wird gepresst und maschinell mit Draht gebunden. Schilfrohrplatten können als dämmende Putzträger, als auch als Dämmplatten für eine Außenwanddämmung eingesetzt werden.
Schafschurwolle, lose Schurwolle wird als Wärme- und Schalldämmung für Wand, Boden und Dach verwendet.
Kork wird von der Korkeiche alle 10 Jahre geschält, geschreddert und auf 360 – 380°C erhitzt, um die korkeigenen Kleber zu aktivieren und zu expandieren, dann zu Blöcken gepresst und zu Platten geschnitten. Kork ist diffusionsfähig, beständig gegen Nagetiere, verrottungs-, schädlings-, und fäulnisresistent, elektrostatisch nicht aufladend und dank der hohen Wärmespeicherung zusätzlich ein guter sommerlicher Wärmeschutz.
Kokosfaser wird aus der Fruchthülle der Kokosnüsse mittels Einsumpfen und anschließendem Verrotten des Pektins gewonnen. Kokosfasern sind hohl, gut wärme- und schalldämmend, feuchtigkeitsbeständig, strapazierfähig, formbeständig, insektensicher, langlebig und werden zu Dämmplatten verarbeitet. Durch pflanzeneigene Gerbstoffe besitzt die Kokosfaser eine hohe Beständigkeit vor dem Verrotten.